Donnerstag, 29. Juli 2010

Donnerstag, der 29. Juli 2010

Vor 12 Jahren schrieb die "Thüringer Allgemeine":

Charly Davidson & Begleitung rocken die USA

Milwaukee. - Ein großes Unwettergebiet zog über die 620 T-Einwohner-Stadt Milwaukee und sorgte für Überschwemmungen und sogar eine Tornadowarnung - alles kein Problem für den sturmerfahrenen Odysseus Charly Davidson. "Als dann jedoch die Lautsprecherdurchsage tatsächlich einen Tornado ankündigte und die Sirene minutenlang aufheulte, wurde es uns schon anders", gestand der als "Germanys Rocklegende" im Programm angekündigte und sonst stets zu Späßen aufgelegten Sänger aus Jena. Der Tornado zog zum Glück ab, doch der Soundcheck des diesjährigen Top-Acts des German-Festes mußte wegen sehr starken Regens dennoch abgebrochen werden.

Die Jungs um Charly Davidson waren vom Peter Meier, dem Hauptorganisator des German-Festes, nach Milwaukee geholt worden, um den Amerikanern ordentlich einzuheizen: "Enjoy The Best At German Fest" sein Motto. Der hatte die Band bei einem Auftritt am 1. Mai vor dem Brandenburger Tor in Berlin erstmals gesehen, war von Charly Davidson und seinen Jungs sofort begeistert und hatte alle spontan nach Amerika eingeladen. "Charly und seine Band sind eine Sesation, die die Leute bei uns anlockt und mitreißt, deshalb wollten wir sie unbedingt auf unserem Fest haben" erklärte Meier. Davidson konnten das zunächst nicht glauben, war umso überraschter, als einige Zeit später der Vertrag auf dem Tisch lag und die Reise schon zwei Monate später nach Milwaukee gehen sollte. "Man sieht daran", kommentierte er das Angebot auf seine ureigene Art, "es geht auch ohne Goethe-Institut".

Das German-Fest in Milwaukee gehört zu den größten seiner Art in Amerika. In den letzten Jahren stiegen die Besucherzahlen stetig und das Publikum feiert stets ausgelassen, egal ob zwei oder 90 Jahre alt. Bei den gespielten Liedern, ob englischer oder deutscher Text, wurde in den Refrains oft Wort für Wort mitgesungen, was selbst Charly überraschte. Besondere Begeisterung rief das extra für Milwaukee ins Programm Lied "God Bless America", die inoffizielle Nationalhymne, hervor. Nicht nur musikalisch hatte sich die Band gut auf ihr Publikum in Amerika vorbereitet, es wurden auch extra für diese Veranstaltung sämtliche verfügbaren ChD-CDs geordert und standen in Milwaukee zum Verkauf.

Begeisterte Fans gab es, als Charly im Roboterton "Jetzzt kommt Elektrro-Musiik" sprach und seine Synthesizer startete; auch er ebenfalls für Amerika ins Programm genommenen Falco-Titel "Der Kommissar" kam gut an. Als es wieder flockig-rockig wurde, wußten die Zuschauer wie selbstverständlich, was auf Anfeuerungsrufe wie "Zicke, zacke..." zu rufen war und machten sogar nach einer Aufforderung Davidsons Gymnastik für die schlanke Linie. Nach dem Konzert, dem ein großes Feuerwerk folgte, begaben sich alle Bandmitglieder vor die Bühne, um den wartenden Fans CDs, Schals, Mützen und T-Shirts mit Autogrammen zu signieren oder standen für Fotos bereit.

"Für jeden Deutschen oder Österreicher dürfte der Anblick so vieler Amerikaner, die sich mit Hingebung und Leidenschaft jeden Tag des Festivals aufs Neue in Dirndl und Lederhose zwängen, ungewohnt und komisch sein. Aber man merkt schnell, daß dies hier genauso dazugehört, wie der Jägerhut mit Gamsbart oder ein Dackelwettrennen und viel Blas- und Volksmusik", kommentierte Helmut Prosa, Österreicher und Charlys langjähriger musikalischer Kompagnon, das Geschehen.

Charly und Band jedenfalls erlebten einen tollen Festivalauftritt, lernten aber auch die Sehenswürdigkeiten von Milwaukee kennen. Viele der amerikanischen Fans hoffen nun, dass Charly & seine BEGLEITUNG bereits im nächsten Jahr wieder den etwas anderen Programmpunkt auf dem German-Fest in Milwaukee darstellen.

Montag, 12. Juli 2010

Montag, der 12. Juli 2010


Heute vor zwei Jahren feierte in Jena das Theaterspektakel "DER STURM oder Die bezauberte Insel (aba: Schöne neue Welt)" nach William Shakespeare große Erfolge.

Veranstaltet im Rahmen der Kulturarena Jena 2008 vom Ensemble des Theaterhauses Jena war auch Charly Davidson in das Projekt involviert; Davidson schrieb die Adaption, aus der dann die Bühnenfassung entwickelt wurde, und steuerte acht neue Songs bei.

HIER gibt es Rezensionen und Bilder.

(Fotos mit freundl. Genehmigung der Theaterhaus Jena gGmbH)

Montag, 5. Juli 2010

Montag, der 05. Juli 2010

LARS VOREIGNER FEIERT 44-JÄHRIGES BÜHNENJUBILÄUM

Am 5. Juli 1966 war es, als der damals 18-jährige Lars Voreigner im Hamburger "Star Club" mit seiner Band THE FERRYTALES sein Bühnendebut gab. Voreigner war damals Bassist, Fotograf und Zeichner. Kurz danach wurde er auf Vermittlung der BEATLES, die er schon 1962 im "Star Club" (über dem die Wohnung seiner Eltern war) kennen gelernt hatte, Assistent von Kurt Edelhagen bei dem Zeichentrickfilm "Yellow Submarine".

1970 arbeitete Voreigner (dessen Name auch [fawr-uh-ner] ausgesprochen werden kann) bei George Harrisons Triple-Album "All Things Must Pass" als Gast-Bassist; eine Funktion, die er später auch auf Platten von Mick Jagger, Erik Clayton oder Carly Simon wahrnahm. In den Achtzigern entdeckte und produzierte er deutsche Bands, darunter DIE DREI.

Lars Voreigner lebte unter anderem in London, New York und Los Angeles, bevor er 2000 nach Hamburg zurückkehrte. Er hat und hatte viele Freunde in der Musikwelt und war auch anderthalb Jahrzehnte mit Charly Davidson befreundet, spielte u. a. auf dessen Erfolgs-Album "Schlangenbeschwerer" den Bass; beide gaben sich Spitznamen aus dem Buch "Die Schatzinsel", wobei Voreigner "Dr. Livesey" war und Davidson "Jim Hawkins".

Wir wünschen ihm anlässlich seines Bühnenjubiläums ganz besonders viel Glück für die Zukunft und nach wie vor beste Gesundheit.

Das Charly-Davidson-Webteam

Mittwoch, 30. Juni 2010

Mittwoch, der 30. Juni 2010

MORRIS PERT IST TOT

Nach dem im Mai 2005 bereits Drummer/Percussionist Pierre Moerlen (damals im Alter von 52 Jahren) verstorben war, traf es nun den schottischen Percussionisten, Schlagzeuger und Komponisten Morris Pert; Pert starb am 27. April 2010 unerwartet im Alter von 62 Jahren. Neben gelegentlichen Arbeiten für Charly Davidson war er vor allem durch seine Arbeit mit Mike Oldfield (auf dessen Alben "Platinum", "QE2", "Five Miles Out" und "The Killing Fields"), Brand X und Adrian Wagner bekannt. Morris war zudem Co-Autor der Mike-Oldfield-Tracks "Family Man" und "Orabidoo".

Charly traf ihn bei seinem ersten Besuch in Mike Oldfields Landhaus und machte dabei u. a. das folgende Foto, auf dem Morris Pert, hinter Mike Oldfield sitzend, zu sehen ist.

Dienstag, 29. Juni 2010

Dienstag, der 29. Juni 2010

POP-POESIE GEGEN FAST-FOOD-GESELLSCHAFT
von rainerWsauer, Autor der "Rocklegende", für www.amazon. de © 2010

Die Zeiten sind vorbei, in denen Plattenfirmen einen Künstler aufbauten, Geld und Mühe in seine (und damit auch die eigene) Zukunft investiert haben. Heute ist den Musikkonzernen der schnelle Erfolg beim Publikum wichtig. Das Äußere des Künstlers/der Band muss eine medienkompatible Wirkung haben (falls nicht, so wird es entsprechend gestylt) und der Name bei den Musikfans möglichst bereits ein Begriff sein, bevor überhaupt der erste Song in den Verkauf geht; DSDS lässt grüßen.

Was für eine Qualität, welches Potential muss da ein Musiker besitzen, wenn ein traditionsreiches Major-Label wie Capitol Music (immerhin Tochter der EMI) sich all das beiseite denkt und die Entscheidung trifft, einem Mann namens xxxx xxxxxxxxx zuzugestehen, seinen Namen komplett aus einem aufwendigen Musikprojekt herauszunehmen, nur weil dieser sich der Welt lieber unter dem im ersten Moment sperrigen Künstlernamen DAS GEZEICHNETE ICH präsentieren will?


Genau diese Qualität, dieses Potential zeigt er auf seinem Debutalbum und dies um so mehr, als er dabei von Alex Silva, dem in Wales geborenen Echo-Preisträger und Hausproduzenten von Herbert Grönemeyer, unterstützt wird, dem Neco Tiglioglu im Berliner Hansa-Studio helfend zur Seite stand. Beide setzten bei der Soundproduktion für DAS GEZEICHNETE ICH auf Authentizität, angefangen bei echten Streichern an Stelle von Synthesizerflächen bis hin zu einem Barock-Trompeter und dem vielstimmigen Chor - so muss zeitgemäßer Deutscher Pop klingen.

Daher kann sich DAS GEZEICHNETE ICH über die komplette Dauer seines ersten Albums in ein für ihn perfektes Soundbett legen und sich darin wohlfühlen. Er tut dies als zeitgemäßer Songwriter und exzellenter Keyboarder, der seine Zuhörer auf eine Reise entführt in bekannte wie entlegene Ecken des Lebens, in Herzschmerz wie Glück, Nebelregionen wie Berghöhen; hier stimmt am Ende einfach alles: Songs, Stimme und Produktion. Und wer bisher zu wissen glaubte, dass die musikalische Qualität einer Band wie COLDPLAY in Deutschland nicht zu erreichen sei, der wird hier eines Besseren belehrt. Was noch hinzu kommt: Hört man sich intensiv in die Texte von DGI hinein, dann muss man zugestehen, dass Heinz Rudolf Kunze nun endgültig seinen Status als Deutschlands bester Wort-/Musik-Poet los ist, den er seit mehr als einem Vierteljahrhundert inne hatte.

Keine Frage: xxxx xxxxxxxxx alias DAS GEZEICHNETE ICH wird seinen Weg gehen und der wird ihn in Kürze wohl auch hoch in die Charts führen. Dies nicht nur, weil Capitol Music bei ihm alles richtig gemacht hat oder die Menschen das Mysterium lieben, sondern weil DGI Pop-Poesie gegen unsere Fast-Food-Gesellschaft setzt und damit allen Träumern wieder Hoffnung und entsprechende Musik gibt. Oder wie der Dichter Gottfried Benn es ausdrückte: "Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere: was alles erblühte, verblich. Es gibt nur zwei Dinge: Die Leere und das gezeichnete Ich".

(Kleine Nachbemerkung: Was ebenfalls gefällt, ist das digitale Album-Booklet, das man beim MP3-Download kostenlos mit dazu erhällt. Daran könnten und sollten sich andere ein Beispiel nehmen.)

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von www.amazon.de © 2010

Dienstag, 8. Juni 2010

Dienstag, der 08. Juni 2010

WER VERBIRGT SICH HINTER DEM PSEUDONYM "DAS GEZEICHNETE ICH"?

Am 25. Juni 2010 erscheint bei Capitol (EMI) das Debutalbum von xxxx xxxxxxxxx, eines in Berlin lebenden deutschen Musikers, der sich selbst hinter dem Pseudonym "DAS GEZEICHNETE ICH" verbirgt und dessen Stil als poetische Popmusik bezeichnet werden kann, vielleicht in der Art, wie sie auch von COLDPLAY bekannt ist, in Deutschland aber ihresgleichen sucht.

Sein Künstlername leitet sich aus dem Gedicht "Nur zwei Dinge" des deutschen Dichters Gottfried Benn ab, in welchem es heißt:
"Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere, was alles erblühte, verblich, es gibt nur zwei Dinge: Die Leere und das gezeichnete Ich". Rocklegende Charly Davidson entdeckte den talentierten Keyboarder und Musikpoeten bereits 2005 und förderte ihn anschließend. Da seine Musik als solche und nicht er als Künstler im Vordergrund stehen soll, verwendet xxxx xxxxxxxxx heute das o. g. Pseudonym. Soviel darf aber verraten werden:

1.) Er wuchs als einziges Kind einer französischen Mutter und eines deutschen Vaters in Berlin auf. Schon früh begeisterte "DAS GEZEICHNETE ICH" sich für die Werke von Thomas Mann, Johann Wolfgang von Goethe sowie besonders derer von Gottfried Benn.
2.) Als musikalische Vorbilder gelten hm sowohl Johann Sebastian Bach als auch die BEATLES.
3.) Einem größeren Publikum wurde er in diesem Frühjahr bekannt, als er als Support-Act, Adel Tawil und "Ich + Ich" auf deren Deutschland-Tournee begleitete. Zuvor war er aber schon als Support der PET SHOP BOYS aufgetreten; im Herbst folgt ein Support von A-HA auf deren Tour.

Auch ein Titel von Charly Davidson findet sich auf dem Debut-Album von "DGI" und zwar seine (inzwischen beinahe ein Viertel-Jahrhundert alte) Hitsingle "Lichtjahre" aus dem "LICHTBLICKE"-Album: HIER findet man Charlys Originaltext, den "DGI" nun leicht variiert hat. Wir haben "DAS GEZEICHNETE ICH" vor genau einem Monat in der Leipzig-Arena getroffen; HIER ist das dazugehörige Leipzig-Video von "Lichtjahre" und HIER das entsprechende aus Hamburg..

Das Spirit-Of-Germany-Webteam wünscht xxxx xxxxxxxxx als "DGI" weiterin viel, viel Glück!

HIER findet man ein Album-Medley und HIER kann man sein Album / die Maxi-Single vorbestellen bzw. kaufen.

Donnerstag, 22. April 2010

Donnerstag, der 22. April 2010

Vor 19 Jahren in der NEUEN OSNABRÜCKER ZEITUNG vom 22. April 1991:

CHARLY DAVIDSON BEGEISTERT DIE ZUSCHAUER IN VENLO UNTER SEINEM WAHREN NAMEN

"Wirklich besondere Konzerte kriegen wir woanders gar nicht hin", erklärte Jan Kuipers vom Kulturverein Venlo zu Beginn des Abends. Knapp 500 Besuchern kamen in die leer geräumte und verdunkelte Lagerhalle der Auto-Import Lutgens BV, um eine Deutsche Rocklegende live in den Niederlanden zu erleben.

"Gute Aussichten" hieß das Programm, um das es gestern Abend ging und Karl David Korff, den viele als Charly Davidson verehren, brachte es auf die Bühne. Dazu mitgebracht hatte er mit dem Gitarristen Helmut Prosa und dem Flötisten/Saxophonisten Jürgen Schulz zwei weitere großartige Musiker.

Zunächst waren nur Prosa und Schulz im Einsatz, was das Publikum etwas irritierte. Nach den zweiten Lied aber kam der, auf den alle gewartet hatten. "Lekker warm hier", fand Karl David Korff, machte das Trio komplett und sang gleich mit "Buschmann" einen Klassiker aus seinem Charly Davidson-Werk. Bis zum Ende des Programms zweieinhalb Stunden später bestimmte er dann das Geschehen. Mal mit Brille, mal ohne sein Markenzeichen auf der Nase, sang er neue, nachdenkliche Stücke, aber auch die Klassiker, auf die alle gewartet hatten. Und bei seinen großen Erfolgen wie "Alle auf einen" und "Lichtblicke" (das er für seine niederländischen Fans in "Lichte Uitstraling" umgetextet hatte) ging das Publikum voll mit.

Doch auch die weniger bekannten Stücke von ihm kamen an diesem Abend an. Mehrmals begab sich Korff in seine Synthesizer-Ecke und spielte Musik aus seinem Album "KORFF MUSIK", mit dem er vor drei Jahren mit der "Lounge Music" als erster Deutscher überhaupt, eine neue Musikrichtung erfunden hatte. Seine "psychedelik Elektromusik-Show", wie Korff sie ankündigte, sorgte am Ende sogar für minutenlangen Zwischenapplaus.

Der Spaß der "guten Aussichten" sprang an diesem Abend auf alle über und nachdem die Rocklegende zur Überraschung aller Fans eine andere Rocklegende, nämlich BEATLES-Intimus und Bassist Lars Voreigner (übrigens, wie sich herausstellte, ein guter Freund von Davidson/Korff) auf die Bühne holte und alle Vier gemeinsam Songs wie "Here Comes The Sun" oder "My Sweet Lord" anstimmten, wurde in der Halle auch noch getanzt.

Karl David Korff hat mit diesem Auftritt im deutsch-niederländischen Grenzgebiet, ja mit seiner gesamten aktuellen Tour, bewiesen, dass man ihn nicht nur auf die Existenz als Charly Davidson reduzieren kann, sondern dass in ihm weit mehr Potential steckt.